
Restaurant · Sternschanze · Norddeutsch
Erika's Eck
24h-Imbiss-Legende seit 1948 – Schlachthof-Schnitzel um vier Uhr morgens.
Stadtteilbild: Sternschanze
Erika's Eck ist seit 1948 eine Hamburger Institution am Rand des ehemaligen Schlachthof-Viertels und gilt als die klassische Adresse für deftige norddeutsche Küche zu jeder Tages- und Nachtzeit. Gegründet, um die Arbeiter des nahen Großmarkts und der Fleischbetriebe rund um die Uhr zu versorgen, hat das Haus seinen Charakter bis heute bewahrt: ein einfaches Eckhaus, in dem nachts Taxifahrer, frühmorgens Bäcker und tagsüber Stammgäste aus dem Viertel an denselben Resopaltischen sitzen. Die Lage am Sternschanzenpark, an der Kreuzung Sternstraße/Lippmannstraße, liegt strategisch zwischen Schanze, St. Pauli und Karolinenviertel. Auf der Karte stehen die Klassiker, für die das Haus bekannt ist: Schweineschnitzel paniert oder Wiener Art, Frikadellen, Eisbein, Rouladen, Königsberger Klopse, dazu Bratkartoffeln, Sauerkraut und Kartoffelsalat. Die Portionen sind großzügig, die Sauce wird mitgedacht. Zum Bier gibt es Astra und Jever vom Fass. Das Setting ist bewusst unverbaut: Holzvertäfelung, dunkle Theke, Schlachthof-Memorabilia an den Wänden, eine Atmosphäre zwischen Eckkneipe und Speiselokal. Geöffnet ist von Sonntagabend bis Samstagmittag praktisch durchgehend, was Erika's Eck zur seltenen 24-Stunden-Option in Hamburg macht. Reservierung ist nicht üblich und meist auch nicht nötig, ein Tisch findet sich fast immer. Preislich liegen die Hauptgänge zwischen 9 und 16 Euro, was im aufgewerteten Schanzenviertel inzwischen eine Ausnahme darstellt. Anreise: S-Bahn Sternschanze (S11, S21, S31) oder U-Bahn Feldstraße (U3), jeweils rund fünf Minuten zu Fuß. Ideal für nächtliche Hungerattacken nach dem Reeperbahn-Besuch, frühe Schichtwechsel und alle, die ehrliche Hamburger Küche ohne Inszenierung suchen.
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