
Restaurant · Altstadt · Brauhaus
Gröninger Privatbrauerei
Hamburgs älteste Hausbrauerei (1750) – Pils vom Holzfass, Eisbein und Aalsuppe im Kellergewölbe.
Stadtteilbild: Altstadt
Die Gröninger Privatbrauerei führt ihre Wurzeln bis 1750 zurück und gilt damit als älteste durchgehend betriebene Hausbrauerei Hamburgs. Gebraut wird nach wie vor nach Reinheitsgebot in offenen Bottichen, der Ausschank erfolgt traditionell vom Holzfass per Schwerkraft – ein Verfahren, das in Norddeutschland kaum noch eine zweite Adresse pflegt. Geführt wird der Betrieb seit Generationen als inhabergeführte Brauerei mit angeschlossener Gastronomie. Das Lokal liegt in der Willy-Brandt-Straße in der Altstadt, wenige Schritte vom Chilehaus und dem Kontorhausviertel entfernt. Der Gastraum erstreckt sich über mehrere Kellergewölbe aus rotem Klinker, mit langen Holztafeln, schweren Bänken und dem charakteristischen Geruch nach Malz und Hopfen aus den angrenzenden Sudkesseln. Auf der Karte steht hanseatische Hausmannskost: Eisbein mit Sauerkraut und Erbspüree, Schweinshaxe, Labskaus, eingelegter Matjes, Hamburger Aalsuppe und Bratkartoffeln aus der gusseisernen Pfanne. Dazu trinkt man das hauseigene Pils, das ungefiltert und nur wenige Tage gereift ausgeschenkt wird, sowie ein dunkles Lager. Hauptgänge liegen zwischen 16 und 24 Euro, das halbe Eisbein bei rund 19 Euro, ein 0,3-Liter Pils um 3,80 Euro – solide €€-Kategorie ohne Touristenaufschlag. Reservierung ist abends und an Wochenenden ratsam, mittags und in den frühen Abendstunden gelingt der Walk-in meist problemlos. Größere Tische sind oft schon eine Woche im Voraus belegt. Anreise: U1 Steinstraße, zwei Gehminuten, oder U/S Hauptbahnhof, acht Minuten zu Fuß über die Mönckebergstraße. Ideal für: Hamburg-Besucher, die deftige Küche, Brauereigeschichte und das Gegenteil eines designten Konzeptlokals suchen.
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